Gelände die brach fallen, gehören zum Zyklus der städtischen Dynamik. Üblicherweise bleiben solche Areale viele Jahre ungenutzt, bis eine ‹finale› Planung unter teils erheblichem Aufwand neue Zustände schafft. Die Zeitlücke davor wurden bislang kaum beachtet. Zu Unrecht, denn die Verfügbarkeit von vergleichsweise günstigen, zentralen, schwach regulierten Flächen hat vielerorts mannigfaltige Zwischennutzungen ermöglicht. Obwohl oft als ‹Chlütteri› wahrgenommen, prägen ZwischennutzerInnen die Orte mit ihrer Vitalität und schaffen in ‹do it your self›-Manier viele innovative und hochwertige soziale, unternehmerische und kulturelle Angebote. Abgesehen von der zeitlichen Beschränkung gibt es für die Zwischennutzenden einige Vorteile: Das Nebeneinander von vielerlei Gleichgesinnten und niedrige Mietzinsen. Räume werden oft im Zustand genutzt wie sie zurückgelassen wurden oder mit einfachsten Mitteln im Selbstbau hergerichtet. Kapitalkosten werden durch Eigenleistung substituiert. Das Konzept des Basislagers sieht solche ‹rohen› aneignungsfähige und klein strukturierte Räume vor. Low budget for high culture.

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